Versorgungsordnung und betriebliche Altersversorgung

Versorgungsordnung und betriebliche Altersversorgung

Warum eine Versorgungsordung in der betrieblichen Altersversorgung? Durch den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz müssen Arbeitgeber grundsätzlich alle Arbeitnehmer gleich über die betriebliche Altersversorgung informieren. Die Empfehlung ist dies schriftlich in Form einer Versorgungordnung zu tun, die man allen Arbeitnehmern zukommen lässt und so auch den Nachweis jederzeit erbringen zu können, dass alle informiert waren.

Häufig ist insbesondere bei kleineren Firmen zu beobachten, dass es dort zwar eine betriebliche Altersversorgung gibt eine Versorgungsordnung jedoch fehlt.

Die Versorgungsordnung ist aber auch ein sehr gutes Instrument Klarheit über Art und Umfang der betrieblichen Altersversorgung zu schaffen. Auf diesem Wege ist jederzeit sicher gestellt wie die betriebliche Altersversorgung funktioniert und schafft auch Sicherheit bei allen Beteiligten. Auch  wird durch diese Art der Dokumentation ein Übergang erleichtert wenn die Zuständigkeit des beauftragten Durchführers in der Firma einmal wechselt.

Was sollte in der Versorgungsordnung geregelt sein?

  • Nachfolgend eine unvollständige Aufzählung von Punkten die in einer Versorgungsordnung geregelt sein können:
  • Regelung, wer zum Beschäftigtenkreis gehört der unter die Versorgungordnung fällt,
  • Regelung der Durchführungswege (z.B. betriebliche Direktversicherung oder Pensionskasse);
  • Regelung wann Versorgungszusagen beginnen;
  • Festlegung  der Voraussetzungen für Entgeltumwandlungen;
  • Festlegung des Versorgungsträgers;
  • Bestimmung von Arbeitgeberzulagen;
  • Regelung wie mit „mitgebrachten“ Versorgungen neuer Mitarbeiter umgegangen wird und ob bzw. unter welchen Umständen diese Versorgungen im neuen Unternehmen weitergeführt werden können;
  • Höhe der Entgeltumwandlung;
  • Regelung der Unverfallbarkeit ;
  • Betragshöhe der Entgeltumwandlung;
  • Regelung in entgeltlosen Zeit wie z.B. bei Krankheit und Lohnfortzahlung oder bei Elternzeit;
  • Vertragsmodalitäten des Versorgungsträgers (z.B. Versicherers oder Pensionskasse);
  • Beginn der Leistung der Versorgung;
  • Regelungen der Portabilität;
  • Bestimmungen über die Dauer (Laufzeit) der Versorgungsordnung;
  • Festlegung wie die Angestellten informiert werden;
  • Festlegung wie die Angestellten beraten werden (z.B. durch externe Berater, Broschüren, Intranet etc.);

    Versorgungsordnung

Die betriebliche Altersversorgung in einem Unternehmen lebt

Durch Änderung von Gesetzen – z.B. – Änderung der Lebensarbeitszeit in der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Einführung von Unisex-Tarifen wird auch immer die betriebliche Altersversorgung tangiert. Aus diesem Grunde sollte auch die Versorgungsordnung in einem Unternehmen regelmäßig von einem  Fachjuristen überprüft und ggf. abgepasst werden.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie auch hier

 

 

 

 

 

Verpfändete Pensionszusage im Hinblick auf Insolvenzschutz

Verpfändete Pensionszusage an GGF: Fehler bei der Verpfändung ohne Folgen?

Wie wichtig es für die verpfändete Pensionszusage eines Gesellschafter Geschäftsführers einer GmbH ist alle Formvorschriften einzuhalten, zeigt ein aktuelles Urteil in einem Rechtsstreit.

Kürzlich ging es bei einem Streit vor dem OLG Hamm darum, ob eine Rückdeckungsversicherung für die verpfändete Pensionszusage rechtswirksam verpfändet wurde. Dabei ging es um knapp 800.000 EURO.

Es ging darum, ob die Pensionszusage im Hinblick auf die Verpfändung der Rückdeckungsversicherung letztendlich Insolvenzschutz genießt.

Es ging unter anderem darum dass die Verpfändungserklärung der Pensionszusage mit falschem Datum versehen war. Ansonsten stimmten der Verpfändung alle Gesellschafter gemäß Beschluss zu und teilten dies alles auch dem Rückversicherer so mit. Später wurden die Verträge zur Darlehensbesicherung abgetreten. Es war nun zu klären ob das Pfandrecht, welches wie üblich nachrangig ausgeübt wurde durch die Abtretung zum Untergang des Pfandrechtes führte. Außerdem war vom Gericht zu prüfen, ob die in der Pensionszusage enthaltenen Vorbehalte (z.B. Kürzung der Leistung bei wirtschaftlich schlechter Lage der GmbH), wie in zahlreichen anderen Pensionszusagen vorher, greifen und damit einer Zahlung entgegenstehen.

Im hier vorliegenden Fall war die GmbH insolvent geworden und der Gesellschafter Geschäftsführer verstorben. Die Witwe verlangt Pensionszahlungen und ersatzweise die Auszahlung der verpfändeten Rückdeckungsversicherung.  Der Insolvenzverwalter betritt nun, dass die verpfändete Pensionszusage inklusive Nachträge überhaupt wirksam war. Wäre dies so, dann wäre folglich auch die Verpfändung nichtig.

verpfändete Pensionszusage im Hinblick auf Insolvenzschutz

Wie war hier das Urteil hinsichtlich der Verpfändung einer Pensionszusage?

Die Pfandrechtsbestellung ist auch bei einer zu keinen Zweifeln führenden Falschbezeichnung der Pensionsvereinbarung in der Verpfändungserklärung wirksam.

OLG Hamm (Urteil vom 16.6.2011, I-22 U 102/10, nicht rechtskräftig). Gegen das Urteil wurde Rechtsmittel eingelegt.

siehe auch hier

Grundsätzlich sollte man unbedingt darauf achten dass alle Formvorschriften im Hinblick auf die Gestaltung einer Pensionszusage eingehalten werden, Ansonsten steht im Zwiefelsfall der Insolvenzschutz auf dem Spiel wie man am aktuellen Beispiel sieht. Gerichtsprozesse sind außerdem langwierig und teuer. Dies sollte man – so banal es auch klingt – vermeiden.

Unisex-Tarife auch in betrieblicher Altersversorgung?

Unisex-Tarife auch in betrieblicher Altersversorgung

Häufiger wurde mir in letzter Zeit die Frage gestellt, ob die Unisex-Tarife auch bei betrieblicher Altersversorgung Gültigkeit haben. Konkret: werden Männer ab dem 21.12.2012 auch in der betrieblichen Altersversorgung schlechter gestellt und Frauen besser? Bekommen die Männer dann bei Neuabschluss einer Betriebsrente weniger Rente und die Frauen mehr? Gilt eine ähnliche Regelung wie bei Privatrenten (Rürup-, Riester- & CO.)?

 

Unisex-Tarife auch in der betrieblichen Altersversorgung

Unisex-Tarife in betrieblicher Altersversorgung

 

Zur Erinnerung:  ab dem 21.12.2012 geschlechtsunabhängig kalkuliert werden. Das gilt auch für Rentenversicherungen. Für die betriebliche Altersversorgung ist diese Regelung jedoch nicht zwingend. Trotzdem gehen die meisten Experten davon aus, dass das Risiko einer mittelbaren Relevanz auch für die betriebliche Altersversorgung hoch ist, und daher auch für die betriebliche Altersversorgung gilt. Deshalb gilt überwiegend die Meinung das die Entscheidung des EuGh auch für die betriebliche Altersversorgung anzuwenden ist und deshalb ab dem 21.12.2012 auch hier geschlechtsneutrale Tarife für neue Renten anzuwenden sind. Bereits jetzt ist absehbar dass die meisten Versicherer dieser Meinung folgen und ab dem 21.12.2012 nur noch Unisex-Tarife auch in der betrieblichen Altersversorgung verwenden. Das heißt Männer und Frauen werden dadurch bei gleichem Beitrag auch immer die gleiche Rentenhöhe erhalten.

 

Jetzt überprüfen, ob man die Betriebsrente erhöht

 

Für Männer ist empfehlenswert jetzt noch einmal zu überprüfen ob man sich vor dem 21.12.2012 für eine Betriebsrente entschließt bzw. die bestehende Rente aufstockt. Das kann sich lohnen. Sprechen Sie mir Ihrem Arbeitgeber oder informieren Sie sich bei Anbietern oder Versicherungsmaklern was möglich ist. Viele Versicherungsmakler – auch Hamburger Versicherungsmakler – sind auf das Thema betriebliche Altersversorgung spezialisiert und können sowohl Arbeitnehmern wie auch Arbeitgebern wichtige Tipps rund um das Thema geben. Informieren Sie sich über die Möglichkeit heute Steuern- und Sozialversicherungsbeiträge einzusparen und sicher für später vorzusorgen. Informieren Sie sich auch wie und wo der Versorgungsträger das Geld investiert und was mit Ihrem Geld im Todesfall geschieht. Die Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung sind sehr individuell und deshalb lohnt sich eine intensive Beschäftigung mit dem Thema.

Mehr zum Thema Meinung der Experten hier

 

Unisex-Tarife, Info durch Hamburger Versicherungsmakler

Endgültige Umstellung auf Unisex-Tarife steht bevor

Nun stehen die Unisex-Tarife in der privaten Versicherungswirtschaft also kurz vor der endgültigen Umsetzung. Wie schon in früheren Blogs berichtet werden spätestens alle privaten Versicherungen die ab 21.12.2012 zustande kommen nur noch geschlechtsneutral kalkuliert werden dürfen. Das Europäische Recht (EuGH-Urteil) verlangt es so, dass Männer und Frauen zukünftig gleich beurteilt werden müssen.

 

Im Wesentlichen betrifft es die Männer bei Neuverträgen nachteilig

Unterm Strich werden die Männer bei neu abgeschlossenen Versicherungsverträgen für Unisex-Tarife draufzahlen müssen. Für Frauen hingegen wird es ab dem Stichtag 21.12.2012 häufig günstiger. Folgende Versicherungen werden für Männer teurer:

–          Private Rentenversicherung

–          Betriebliche Rentenversicherung (betriebliche Altersversorgung)

–          Private Krankenvollversicherung

–          Private Krankenzusatzversicherung (z. B. Zusatztarife für das Krankenhaus)

–          Private Pflegeversicherung

 

Auch Frauen werden nachteilig durch Unisex-Tarife betroffen sein

Aber auch für die Frauen wird es Verschlechterungen geben. Konkret sollen folgende Versicherungen für Frauen teurer werden.

–          Risikolebensversicherung

–          Unfallversicherung

Bei den Tarifen, die für Männer teurer werden (siehe oben) geht der Markt davon aus, dass es für Frauen für Neuabschlüsse günstiger wird.

 

Unisex-Tarife

Wie stark werden Frauen durch neue Unisex-Tarife profitieren?

Ob das aber tatsächlich so sein wird, das ist nicht unbedingt zu 100 Prozent sicher. Die Erfahrung aus der Umstellung der Riesterrententarife (diese wurden schon vor Jahren auf Unisex-Tarife umgestellt)zeigt, dass es durch Neukalkulation nicht unbedingt deutlich besser werden muss. Die durch die Umstellung verbundenen Beitragsvorteile für Frauen waren durchaus „überschaubar“.

 

Was viele Verbraucher nicht wissen

Was viele Verbraucher aber bisher gar nicht wussten ist, dass nicht alle Versicherer erst am 21.12.2012 auf Unisex-Tarife umsatteln sondern viele auch schon vorher. So bietet einer der besten Anbieter im Bereich Berufsunfähigkeitsversicherung – die SWISS LIFE – schon jetzt nur noch Unisex-Tarife an. Andere werden sicher auch noch vor dem 21.12.2012 nachziehen. Deshalb ist es wichtig und wird auch durch viele Hamburger Versicherungsmakler propagiert sich jetzt zu kümmern. Wer jetzt als Mann noch zögert und sich für einen interessanten und günstigen Tarif interessiert, für den kann es morgen praktisch schon zu spät sein.

Hier finen Sie weitere Informationen aus der Tagespresse

Mit Hamburger Versicherungsmakler AssetSecur GmbH Risikolebensversicherung richtig gestalten

Mit Hamburger Versicherungsmakler AssetSecur GmbH Risikolebensversicherung richtig gestalten

Lesen Sie im Folgenden was wir als Hamburger Versicherungsmakler zum Thema Risikolebensversicherung empfehlen.

Wenn eine geliebte Person verstirbt ist es stets ein schwerer Schicksalsschlag für die ganze Familie. Handelt es sich hierbei auch noch um den Hauptversorger, drohen zusätzlich hohe finanzielle Lücken. Zwar kann auch eine Risikolebensversicherung den Angehörigen nicht die Trauer nehmen, wohl aber finanzielle Sorgen und Existenzängste.

 

Mit einer Risikolebensversicherung lässt sich das Todesfallrisiko finanziell absichern. Selbst dann, wenn Sie bereits nach Zahlung des ersten Beitrags versterben sollten, haben Ihre Hinterbliebenen vollen Anspruch auf die vereinbarte Versicherungssumme. Gerade für junge Familien mit schmalem Geldbeutel sowie unverheiratete Paare ist diese Absicherung praktisch unabdingbar. Denn wer ohne Trauschein lebt, hat bei Tod des Partners keinerlei Ansprüche aus der gesetzlichen Krankenkasse. Aber auch der verheiratete Partner sowie die Kinder können vom Staat höchstens eine Minirente erwarten. Die staatlichen Zuwendungen reichen dabei nicht annähernd aus, um die finanziellen Einbußen anlässlich der Einkommensverluste zu kompensieren. Wird dem Partner die kleine Witwenrente zugesprochen, so beläuft sich diese durchschnittlich auf 250 Euro pro Monat. Zudem wird sie lediglich für 24 Monate gewährt. Personen im Alter von mindestens 45 Jahren, die ein minderjähriges Kind erziehen, erhalten bei Tod des Ehepartners die große Witwenrente. Doch auch diese beträgt gerade mal 55 bis 60% der Rente des Verstorbenen. Wird die derzeitige Durchschnittsrente eines männlichen Versicherten zugrunde gelegt, so beläuft sich die Unterstützung für den überlebenden Ehegatten auf nicht mehr als 600 Euro im Monat. Diese geringe Summe wird so keinesfalls ausreichen, um den Lebensstandard von Partner und Kinder zu sichern.

 

Kinder, welche Mutter oder Vater verlieren, bekommen eine Halbwaisenrente in Höhe von 10% der Rente der/des Verstorbenen. Kommen beide Elternteile etwa anlässlich eines Unfalls ums Leben, liegt die Vollwaisenrente mit 20% auch nicht wesentlich höher. Demnach sollten nach Möglichkeit beide Elternteile eine Risikolebensversicherung abschließen. Denn auch wenn der nicht oder nur gering verdienende Partner verstirbt, sollte eine angemessene Betreuung der Kinder gewährleistet sein. Weil diese viel Zeit beansprucht, kann der überlebende Ehepartner seiner beruflichen Tätigkeit gegebenenfalls nicht mehr wie gewohnt nachgehen. In der Folge ergeben sich hierdurch Einkommenseinbußen, die mit dem Geld aus der Risikolebensversicherung ausgeglichen werden könnten. Ferner kann auch die Einstellung einer Haushaltshilfe oder Babysitters mit hohen Kosten einhergehen.

Auch für Berufseinsteiger ist dieser Schutz sinnvoll, weil diese die Wartezeit von fünf Jahren in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht vorweisen können und somit keinen Anspruch auf Zahlung von Witwen- oder Waisenrente haben.

 

Obwohl viele Personen die Notwendigkeit für den Abschluss einer Risikolebensversicherung erkannt haben, wird diese im nächsten Schritt oft in unzureichendem Umfang abgeschlossen. Weil hierbei oft die Versicherungssumme zu niedrig angesetzt wird, reicht das finanzielle Polster für die Angehörigen nur wenige Jahre aus. Hamburger Versicherungsmakler unterstützen Sie bei der Berechnung des korrekten Absicherungsbedarfs. Darüber hinaus helfen Ihnen Hamburger Versicherungsmakler wie die AssetSecur GmbH auch dabei, einen weiteren gravierenden Fehler zu vermeiden – nämlich die Wahl einer zu kurzen Vertragsdauer. Schließlich nimmt das Todesfallrisiko mit zunehmendem Alter zu. Nicht selten werden zudem Fehler bei der Gestaltung des Bezugsrechts begangen. Auch hierbei ist Ihnen der Hamburger Versicherungsmakler AssetSecur GmbH gerne behilflich.

 

Hamburger Versicherungsmakler zur Risikolebensversicherung

 

Die Risikolebensversicherung bietet grundsätzlich einen hohen finanziellen Schutz für wenig Geld. Weil allerdings viele Anbieter auf dem Markt unterwegs sind, lassen sich Preise und Leistungen nur schwer überblicken. Bei der Auswahl einer bedarfsgerechten Versicherung ist Ihnen der Versicherungsmakler Hamburg gerne behilflich. Hierbei können Sie auf die hohe Expertise und die langjährige Erfahrung von uns als Hamburger Versicherungsmakler  vertrauen. Frauen sollten sich mit diesem Versicherungsthema allerdings nicht zu viel Zeit lassen. Denn aufgrund der neuen Unisex-Tarife werden die Beiträge für Frauen ab dem 21.12.2012 signifikant steigen. Auch hierzu beraten wir Sie wie andere gute Hamburger Versicherungsmakler sehr gerne.

Weitere Infos erhalten Sie auf unter folgendem Link: